"Ich bitte dich, vergib mir"

Ich konnte mich nicht zwischen dem hier und Berlusconi entscheiden, hab ich den kleinen Italiener genommen.

Nachfolgend der von Berlusconi verbreitete Text in einer Übersetzung der Nachrichtenagentur Reuters:

“Liebe Veronica,

hier ist meine Entschuldigung. Im Privaten habe ich mich dagegen gesträubt, weil ich zwar verspielt bin, aber auch stolz. Öffentlich herausgefordert, ist die Versuchung stark, Dir nachzugeben. Und ich widerstehe ihr nicht.

Wir sind schon ein ganzes Leben zusammen. Wir haben drei wundervolle Kinder, die Du auf das Leben vorbereitet hast mit der Fürsorge und liebevollen Strenge Deiner großartigen Persönlichkeit, die Du für mich immer gewesen bist vom ersten Moment an, in dem wir uns kennen gelernt und verliebt haben.

Wir haben mehr schöne Dinge zusammen getan, als wir beide in einer Zeit der Unruhe und Verzweiflung zuzugeben bereit sind. Aber diese wird enden, und sie wird süß enden wie alle wahren Geschichten.

Du weißt, dass meine Tage verrückt sind: Arbeit, Politik, Probleme, ständig in Bewegung und unter öffentlicher Beobachtung - ein Leben unter dauerndem Druck. Die ständige Verantwortung anderen und mir selbst gegenüber, selbst gegenüber einer im Verständnis wie im Unverständnis geliebten Frau, gegenüber all den Kindern - all dies macht eine gewisse Verantwortungslosigkeit möglich, die verspielt sein kann, selbstironisch und oft respektlos.

Aber Deine Würde hat damit nichts zu tun. Ich bewahre sie als etwas Wertvolles in meinem Herzen, selbst wenn mein Mund die gedankenlose Stichelei, die Galanterie, die Nebensächlichkeit des Augenblicks von sich gibt. Aber glaube mir, ich habe niemals einer anderen Person einen Heiratsantrag gemacht. Deshalb bitte ich Dich, vergib mir und nimm diese öffentliche Darlegung eines privaten Stolzes an, der sich als Akt der Liebe - nur einer von vielen - Deiner Wut beugt.

Einen großen Kuss

Silvio”

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