Gegen die Wand


Die große Koalition möchte gerne Paare stärker unterstützen, die sich überlegen, Kinder zu bekommen - auch mit Blick auf die schwache Geburtenrate in Deutschland. Familienministerin von Leyen hat sich dabei überlegt, Eltern Geld in Form eines Elterngeldes zu zahlen und mit Boni Väter stärker an der Erziehung teilhaben zu lassen. Ich erwähnte schon einmal, dass meiner Meinung nach dies eher für Eltern den Anreiz setzt, jenes Geld als eine Art Entschädigung für sich selbst auszugeben. Statt Eltern sollten die Kinder bezahlt werden, ergo Kindergärten und Co. Denn nur so würde sichergestellt sein, dass das Geld nachhaltig ausgegeben wird. Denn ist das Elterngeld in Höhe von max. vier Mrd. Euro erst einmal ausgegeben sind, ist kein öffentliches Geld mehr da für zusätzliche Krippen, Kindergärten oder Schulen. Für mich riecht das Elterngeld außerdem nach der ursprünglich vom Spiegel titulierten Frauenfalle - fangen Frauen erst einmal an, ihr Kind alleine zu Hause groß aufzuziehen, werden sie später kaum zu den selben Standards in das Berufsleben zurück kehren können wie vor der Geburt. Oder gar nicht mehr. Willkommen in den 50er Jahren. 

Denn reicht das Elterngeld für eine ganztägige Betreuung oder eher für eine Kompensation des Gehaltsausfalles der Frau? Ich denke eher zweitens. Dann bleibt die Betreuung aber wieder bei der Frau hängen und ihr Anreiz, im Berufsleben zu bleiben, sinkt. Auch wenn sich der Vater für schlappe 2 Monate opfert. Von einem Betreuungskonzept, wie es z.B. die Schweden im Zusammenhang mit den Elterngeld unablässig sehen, hab ich von Fr. von Leyen noch nichts gehört - wir hätten eh kein Geld dafür und in das christliche Weltbild der Mutter passt es wohl auch nicht. 
Und so bröselt nunmal der Keks.

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