Die Welt zu Gast bei Freunden?


Wenn man sich anschaut, ob Deutschland seine Gäste zur Fußball-WM mit offenen Armen empfangen wird, kann man konstatieren, dass wir eigentlich gut aufgestellt sind. Zumindest auf Behördenseite.

Was mich allerdings beunruhigt sind Pläne des so genannten Afrika-Rates, Afrikaner vor gefährlichen Orten zu warnen. Auch wenn Berliner Behörden Kneipen auf ihren Rassismus testen müssen oder zeitlich passend Passanten an Bushaltestellen zusammengeschlagen werden (auch wenn vielleicht beide Parteien besoffen waren..). Und wenn dann auch noch Iraner am Flughafen als potentielle Terroristen abgefangen werden sollten, sind das doch richtig schöne Vorzeichen. Hoffen wir, das sich nicht München ‘72 wiederholt.
Aber welchen Eindruck macht es, wenn man als Fußball-Gast mit zwiespältigen Gefühlen zwischen Angst und Freude nach Deutschland kommt? Man muss sich doch als Besucher aus ferner Lande sicher fühlen, um Lust auf Fußball und Deutschland zu bekommen. In Berlin oder anderen Großstädten mag das noch klappen, aber man kann den Besuchern ja nicht raten, nur in der Stadt zu bleiben. Warum haben manche Menschen eigentlich Probleme mit Fremden? Gerade in unserer Welt der (Fußball)Globalisierung kann man sich doch nicht nur mit sich selbst beschäftigen - und vielleicht sogar denken, nur Deutschland wäre das Beste!

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