è pura follia!

In Weißrussland finden am 19.03.06 Parlamentswahlen statt. Mit den obskursten Methoden versucht die Regierung, die Opposition auszubremsen. Wenn man bedenkt, wie nah Weißrussland der EU ist, muss man sich schon Wundern, das die hiesige Politik so was durchgehen lässt. Eigentlich könnten sich doch unsere Politiker viel aktiver in die Wahl einmischen!?! Wenn wir im Kongo intervenieren können, warum nicht auch in Weißrussland? Da haben wir pragmatisch gesehen sicherlich mehr von.
“Die Regierung in Minsk reagierte entrüstet auf Vorwürfe aus dem Ausland, die weißrussische Opposition werde massiv unterdrückt”, heisst es in der Sueddeutschen Zeitung. Weissrussische Offizielle werden hier mit den Worten zitiert: “Das Außenministerium Weißrusslands ist schockiert, dass die OSZE schon vor dem Wahltag ihr Urteil gefällt hat, ohne die Urteile ihrer Beobachter abzuwarten.”
Na, da fragt man sich schon, wie denn die OSZE nur darauf kommt, das weissrussische Regime derart vorbehaltlos zu diskrimminieren!?
Nun, vielleicht sind es Aussagen, wie die folgende des obersten Autokraten Lukaschenko, die die demokratische Wertegemeinschaft schlicht nicht akzeptieren kann: “Wir werden den Regierungskritikern das Genick brechen - wie bei einem Entenküken.”
Die Wahlen, die den Anschein einer demokartischen Legitimation des Regimes durch das Volk vorgaukeln sollen, sind ein reines Blendemanoever der Autokraten. Doch es ist anzunehmen, dass niemand, der ausserhalb des Ermaechtigungskreises dieser Regime steht, sich tatsaechlich noch vom fahlen Stern dieser Scheindemokratie blenden laesst. Jegliche Anerkennung des Wahlergebnisses durch den Westen ist daher eine rein hilflose, deeskalierende Taktirerei. Putins Zutun hingegen gleicht einem Eingestaendnis seiner zutiefst autokratischen Wurzeln.
Aufgrund der starken Repressalien durch das Regime, ist jede Protestaktion der Opposition ein Beweis fuer ihren ungebrochenen Mut und Freiheitswillen. Das Wahlergebnis wird jedoch aber nur ein weiterer Beleg fuer ihre bittere Ohnmaechtigkeit sein.
Wie soll man also diese Wahl-Farce kommentieren!? Ich halte es mit dem Maler Max Liebermann, der den Aufmarsch der NAZIS wie folgt empfand:”Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen moechte!”
flow | 20:13 on the 18th of März, 2006